| Notater |
- Behaim studierte 1473-76 Theologie in Ingolstadt, 1470-78 in Leipzig und wurde dort Magister artium. 1480 ging er nach Italien und erwarb dort den Dr. decretorum. Er war 22 Jahre lang Haushofmeister und dann magister machinarum des Kardinals Rodrigo Borgia, des sp?ateren Papstes Alexander VI., stand aber auch Cesare Borgia nahe. Er scheint diesem bei Giftmischereien behilflich gewesen zu sein. Im Nachla? des j?ungeren Pirckheimer findet sich eine Handschrift ?uber die Pillen des Papstes Alexander VI., die mit Sicherheit von Behaim stammt. Seit 1492 leitete er als Festungsbaumeister oder oberster Gesch?utzmeister das p?apstliche Gesch?utzwesen, war am r?omischen Festungsbau beteiligt und wirkte bei einigen Belagerungen mit. Mit seinen abgeschriebenen Inschriften eines heute verschollenen Freskenzyklus des B. Pinturicchio, der die Regierung Alexanders VI. verherrlichte, hat Behaim eine Vorstellung von diesem wegen seiner vielen Portr?ats ziemlich einzigartigen Kunstwerk der Renaissance ?uberliefert. Von 1496 an war er Kanonikus des Kollegiatsstiftes St. Stephan in Bamberg. 1503 kehrte er aus Rom nach N?urnberg zur?uck und war seit 1505 am Bamberger Stift, 1506/07 auch als Advokat t?atig. - Behaim war sowohl in den Natur-, wie auch in den Geisteswissenschaften, besonders in der Astrologie, Alchemie und Medizin bewandert. Er war mit Willibald Pirckheimer befreundet, den er wahrscheinlich 1495 in Rom kennengelernt und mit dem er einen umfangreichen Briefwechsel gef?uhrt hat. Pirckheimers Antworten sind leider verloren gegangen. Die Altertumswissenschaft verdankt Behaim eine Sammlung r?omischer Inschriften. Pirckheimer hat ihn als den gelehrtesten Mann bezeichnet, den er kenne. [1]
|