| Notater |
- Arnschwanger war der Sohn des N?urnberger Kaufmanns Georg Arnschwanger und dessen Ehefrau Margarete Rosenhart. Nach dem Schulbesuch am Egidien-Gymnasium in N?urnberg studierte Arnschwanger ab 1644 in Altdorf bei N?urnberg Theologie. 1647 wechselte er an die Universit?at Jena. An der Hochschule in Helmstedt beendete er erfolgreich sein Studium, und unter Professor Georg Calixt wurde ihm 1650 die Magisterw?urde verliehen.
Im darauffolgenden Jahr wurde Arnschwanger zum Vikar in N?urnberg berufen. Im Jahre 1652 wurde er Diakonus an St. ?Agidien, 1654 Prediger an St. Walpurgis, 1659 Diakonus und 1690 Archidiakonus an St. Lorenz.
1675 nahm ihn Herzog August von Sachsen-Wei?enfels in die Fruchtbringende Gesellschaft auf. Er verlieh diesem den Gesellschaftsnamen der Unschuldige und die Devise Bleibt immer rein. Als Emblem wurde Arnschwanger der wei?e Quendel zugedacht. Im K?othener Gesellschaftsbuch der Fruchtbringenden Gesellschaft findet sich Arnschwangers Eintrag unter der Nr. 853.
Arnschwangers Werk umfasst nahezu 400 geistliche Lieder. Bekannt ist er als Beitr?ager von Liedern zu Werken des N?urnberger Theologen Johann Michael Dilherr. Genannt seien das Epiphaniaslied ?Nun, liebe Seel, nun ist es Zeit, wach auf?, das Osterlied ?Auf, ihr Christen, lasst uns singen?, das Lied zum Kirchweihfest ?Kommt her, ihr Christen, voller Freud? und das Lied der Verdammnis ?Zwei Ort, o Mensch, hast du vor dir, so lang du lebst auf Erden.?
Im Alter von 71 Jahren starb Johann Christoph Arnschwanger am 10. Dezember 1695 in N?urnberg.
Werke:
Memoria pacis religiosae saecularis, 1655
Neue geistl. Lieder, 1659 (1712)
Anweisung z. Gottseligkeit, 1663
Heilige Psalmen u. christl. Psalmen, 1680.
Bibl. Norica Willana, 1. Ausg., 8 Bde., 1772-92; 2. Ausg., 4 Bde., 1790.
Nun, liebe Seele, nun ist es Zeit
1.) Nun, liebe Seele, nun ist es Zeit,
Wach auf, erw?ag mit Lust und Freud,
Was Gott an uns gewendet:
Sein'n lieben Sohn
Vom Himmelsthron
Ins Jammertal er sendet.
2.) Nicht nur der Juden blo? allein,
Die seins Gebl?ute und Stammes sein,
Sondern auch allen Heiden
Ist aufgericht't
Das ewge Licht,
Erleuchtet sie mit Freuden.
3.) Der Heiden Erstling wunderlich
Durch einen Stern er holt zu sich,
Dass sie den Heiland schauen
Und ihren Herrn
In Andacht ehr'n
Mit gl?aubigem Vertrauen.
4.) Nun, die ihr seid gewest,
Begeht mit Dank der Heiden Fest,
Lasst eure Stimmen klingen.
Lasst ihm zu Ehrn
Euch fr?ohlich h?orn
Mit gl?aubigem Lobsingen.
5.) O Jesu, unser Heil und Licht,
Halt ?uber uns dein Angesicht.
Mit Strahlen walte
Und mein Gem?ut
Durch deine G?ut
Bei deinem Licht erhalte.
6.) Dein Glanz all Finsternis verzehrt,
Die tr?ube Nacht in Licht verkehrt,
Leit uns auf deinen Wegen,
Dass dein Gesicht
Und herrlich Licht
Wir ewig schauen m?ogen.
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Text: Johann Christoph Arnschwanger
Musik: In dich hab' ich gehoffet
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Kirchengesangbuch der Provinz
Sachsen-Anhalt, 1931.
Lied 374, Kapitel Epiphanias
Literatur
Will I, 43 ff.; V, 41 ff.
Koch III, 517 ff.
Goedeke III, 191 f.
Fischer-T?umpel V, 265 ff.
Wilhelm Frels, Dt. Dichterhss. v. 1400-1900, 1934
Georg Wolff, B?ucherkunde der fr?ank. Gesch., H. 1, 1937
Albert Friedrich Wilhelm Fischer, Kirchenliederlex. I, 1967 (repograph. Nachdr. der Ausg. Gotha 1878)
Paul Pressel: Arnschwanger, Johann Christoph. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1. Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 597.
Karl Schornbaum: Arnschwanger, Johann Christoph. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 1. Duncker & Humblot, Berlin 1953, S. 394.
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